Entdecke den Hoge Berg auf Texel
Ein ganz besonderer Ort, einzigartig für Texel und die Niederlande.
Wir nehmen Sie mit ins Landschaftsreservat de Hoge Berg, eine der Perlen von Texel.
Diese wunderschöne, sanft hügelige Landschaft mit ihren charakteristischen Gartenmauern, Schafställen und Tränken ist ein Muss für jeden Texel-Besucher. Sie können hier herrlich wandern, radfahren und sogar Planwagenfahrten unternehmen. Im Panorama Hoge Berg bei der Schafsfarm Texel entdecken Sie auf spielerische Weise die landschaftlichen und kulturhistorischen Werte des Gebiets. Mit den QR-Codes an den Zäunen entlang der Parzellen tauchen Sie in die Geschichte alter Feldnamen ein. Und wenn Sie Lust auf lokale Köstlichkeiten haben – Lammfleisch, Saisongemüse, Käse, Senf, Quittengelee, Eier und mehr –, dann kaufen Sie direkt vom Bauern am zentralen Verkaufspunkt bei De Waddel an der Westergeest.

Die Feldnamen des Hoge Berg
Vor 1560 wurde auf Texel und auf dem Hoge Berg die sogenannte Allmendweide angewendet. Nach altem Recht durfte jeder sein Vieh auf Gemeinschaftsland weiden lassen. Im achtzehnten Jahrhundert ging dieser Brauch zu Ende und die Parzellen wurden voneinander getrennt. Der Hoge Berg ist seitdem ein kleinräumiges Gebiet geblieben; die Parzellen sind dort im Vergleich zu anderen Orten klein. Um in diesem Wirrwarr von hunderten kleinen Feldern den Weg zu finden, gab man jeder Parzelle einen Namen. Anfang des neunzehnten Jahrhunderts hatten praktisch alle Parzellen auf Texel Flurnamen. So konnten Missverständnisse bei Verpachtung und Eigentum vermieden werden.
Nach der Einführung des Katasters 1832 wurden die Flurnamen formell überflüssig. Dennoch blieben sie in Gebrauch, weil so ein Name einfacher zu merken war als ein komplizierter Katastercode. 1990 wurden die Flurnamen von dem Texeler Sjaak Schraag in einem umfangreichen Buchwerk festgehalten: Flurnamen von Texel.
Entlang der Wege und Pfade auf dem Hoge Berg sind heutzutage etwa 120 verschiedene Flurnamen zu entdecken. An den Zäunen bei den Parzellen hängen Holzschilder, in die die Namen eingraviert sind. QR-Codes verweisen auf zusätzliche Informationen.
Viele Flurnamen verweisen auf frühere Nutzer oder Eigentümer der Parzellen. Andere beziehen sich auf die Bodenbeschaffenheit, die Nutzung der Parzelle oder auf Ereignisse aus der Geschichte des Gebiets. Manchmal geht es um ganz naheliegende Namen, manchmal um überraschende oder rätselhafte Namen, bei denen man sich fragt: wo kommt das nur her? Ein Name wie 'Beim Zaun an der Straße' kann kaum deutlicher sein. Aber woher kommen beispielsweise die Namen 'Zuckersüßer Zimt', 'Unterstes Ostindien', 'Rosinenland', 'Meiland Damen Deich' oder 'Das Unganze'?
Entdecken Sie die Felder und die Kulturgeschichte. Klicken Sie auf die orangefarbenen, schwarzen und grünen Markierungen auf der Karte.
Panorama Hoge Berg
Das Panorama – ein großer hölzerner Zylinder – bietet eine virtuelle Rundführung über den Hoge Berg. Betreten Sie den Zylinder, so fühlen Sie sich auf die Spitze des Hoge Berg versetzt. Die Innenseite des Zylinders ist mit einem 360-Grad-Panoramafoto beklebt, aufgenommen vom höchsten Punkt des Hoge Berg. Interessante Elemente aus der Landschaft werden mit einer illustrativen Übersicht des Gebiets sowie einem kurzen, gesprochenen Text hervorgehoben. Eine wunderbare Art für eine erste Bekanntschaft mit dem Gebiet!
Sie finden Panorama Hoge Berg bei der Schapenboerderij Texel. Von hier aus können Sie schöne Wanderungen oder Radtouren durch das Hogeberggebiet unternehmen.
Panorama Hoge Berg
Schapenboerderij Texel
Pontweg 77, 1791 LA Den Burg

Das Labyrinth
Über die 'Sieben Pfannkuchen' im 'Wäldchen' gelangen Sie zum höchsten Punkt des Hoge Berg. Im Frühling steht es voller Schneeglöckchen, Krokusse und Waldhyazinthen. Kinder können sich auf den verschlungenen Pfaden richtig austoben.
Noch mehr typisch Hoge Berg
Schafställe und Tümpel
Die typisch texelschen Schafställe stehen mit ihrer flachen Seite – und Eingangstür – nach Nordosten, im Windschatten des oft südwestlichen Texeler Windes. Früher nutzten die Bauern die Schafställe, um Heu und Werkzeuge auf dem Land zu lagern. Die meisten erhaltenen Schafställe sind inzwischen als Denkmal restauriert worden. In der texelschen Agrarlandschaft spielten Tümpel – oder Teiche – eine wichtige Rolle als Tränke für das Vieh. Durch Flurbereinigung und andere Faktoren ist die Anzahl der Tümpel in den letzten fünfzig Jahren stark zurückgegangen. Im Hoge Berg-Gebiet sind sie erhalten geblieben.
Gartenwälle
Die kleinen Parzellen auf dem Hoge Berg werden durch Gartenwälle voneinander getrennt. Mangels Holz wurden aus benachbarten Parzellen Grassoden gestochen und auf besondere Weise gesetzt. Da Nährstoffe hier schnell ausgewaschen werden, entsteht eine magere Vegetation. Pflanzen wie Englisches Gras, Grasglöckchen, Mausohr, Sandblümchen und Gelbes Labkraut gedeihen hier gut, ebenso wie seltene Insekten- und Tierarten wie die Glockenblumen-Scherenbiene, Texeler Sandbiene und Wühlmaus. Im Frühling bauen Austernfischer obendrauf ihre Nester.
Das Labyrinth
Das Labyrinth ist ein Wäldchen am südöstlichen Hang des Hoge Berg. 1764 kaufte Cornelis Roepel dieses 17 Ar große Stück Land, einschließlich eines kleinen Hügels, der über sieben Stufen – 'Die Sieben Pfannkuchen' – zu erklimmen war. 1784 verkaufte Roepel das Landgut an Herrn Kikkert, der dort eine Gastwirtschaft einrichtete und ein kleines Labyrinth anlegte. Das Labyrinth verschwand später und machte dem Wald Platz. Heute ist es ein Wander- und Spielwald und immer noch ein besonderer Ort, den die Texeler liebevoll das 'Wäldchen' nennen.
Forts De Schans, Lunette und Redoute
Im 16. Jahrhundert ließ Wilhelm von Oranien das Fort De Schans errichten, um die Reede von Texel vor Angriffen der Spanier zu schützen. So konnten die Handels- und VOC-Schiffe, die hinter dem Deich vor Anker lagen, sicher Schutz suchen. Im 19. Jahrhundert ließ Napoleon östlich und westlich von De Schans Befestigungen anlegen: Lunette und Redoute. Natuurmonumenten hat bereits das Hauptfort De Schans restauriert und kürzlich die Konturen der Nebenforts Lunette und Redoute wieder sichtbar gemacht.
Wandern und Radfahren
Der Hoge Berg ist hervorragend zum Wandern und Radfahren geeignet. Das Gebiet ist kleinräumig und die Wege sind schmal. Es gibt verschiedene ausgeschilderte Wanderrouten, unter anderem von VVV Texel und Schapenbedrijf De Waddel. Von März bis Mai stehen die Weiden voller Lämmer.